Leben an der Grenze

Tankvorteile, Gaumenfreuden, Schokolade nach Familienrezept und Zollfreimengen
Konstanz und Kreuzlingen sind Grenzstädte. Der Bezeichnung wohnt noch immer ein Hauch von Fremde und Abenteuer inne.  Die Zeiten, in denen Grenzzäune mit Stacheldraht die beiden Städte voneinander trennen sind aber längst vorbei. So stehen für den fließenden Autoverkehr vier Grenzübergänge offen.
Als Autofahrer profitiert man von den günstigeren Schweizer Benzinpreisen. Obwohl der Unterschied nicht mehr so groß ist wie er einmal war, kann man pro Tankfüllung immer noch gut zehn Euro sparen.
Zudem bietet Kreuzlingen kulinarische Vorzüge: Während die Supermarktkette Migros tiefe Einblicke in die Welt des Schweizer Käses gestattet, sowie ein beeindruckendes Pasta- und Teigwarenangebot offeriert, fertigt ein paar Straßen weiter die Schokoladenfabrik Bernrain Gaumenfreuden nach Familienrezepten. Das alles jedoch zu Schweizer Preisen, die den Einkauf keinesfalls zu einer preiswerten Angelegenheit machen.
Dem hemmungslosen Shoppingspaß könnte am Ende höchstens das Überschreiten der erlaubten Zollfreimenge trüben. Während Alkohol und Tabak nur in geringen Mengen abgabefrei eingeführt werden dürfen, müssen die meisten Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro pro Person nicht verzollt werden. Am besten immer genau die Einfuhrbestimmungen, in beide Richtungen, im Auge behalten.

Tipp für Vorsichtige: Wareneinfuhr an der Grenze

Auch wenn Konstanz und Kreuzlingen wie zwei zusammengehörige Nachbarstädte wirken: Es handelt sich doch um zwei verschiedene Länder. Daher gibt es Einfuhrbestimmungen, die verhindern, dass man mit fünf Stangen Zigaretten und dem Auto-Rücksitz voller Schnaps unbehelligt die Grenze passieren kann. Die meisten Waren unter 300 Euro sind aber abgabenfrei. Genaue Infos gibt’s an der Grenze und online beim Deutschen und Schweizer Zoll.

Tipp für Vorsichtige: Stauvermeidung an der Supermarktkasse

Du stehst an einer Konstanzer Supermarktkasse und hast aus welchen Gründen auch immer einen grünen Zettel bei dir: Lass ihn bloß in der Tasche. Denn wer mit grünen Zetteln in einer Schlange wedelt, ist Schweizer, und der Zettel ein Beleg für die steuerfreie Ausfuhr von Waren. Dieser muss natürlich nach dem Bezahlen erst einmal in aller Ruhe ausgefüllt werden. Das findet nicht unbedingt jeder gut, der an der Kasse steht. Mehr Infos, Flyer und Merkblätter zum Ausfuhrschein gibt’s bei der IHK Hochrhein-Bodensee.