Im Paradies angekommen

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Die HTWG liegt direkt am linken Seerheinufer im Konstanzer Stadtteil Paradies – einmal umgefallen und man ist mitten drin in der Altstadt. Auf dem zentralen Campusplatz kommst du zuvor aber nicht an den überdimensionalen gelben Skulpturen vorbei, die selbsternannte Graffitikünstler von Zeit zu Zeit »individuell verschönern«.

Um den Platz angeordnet liegen nur wenige Meter voneinander entfernt alle wichtigen Einrichtungen. Der Campus am Seerhein wächst seit Jahrzehnten, der architektonisch unterschiedliche Stil der Gebäude spiegelt diese Dynamik.

Studium mit Praxisbezug

Die sechs Fakultäten der HTWG haben 20 Bachelor- und 15 Master-Studiengänge im Angebot. Unschwer am Namen zu erkennen: Die Schwerpunkte liegen auf Technik, Wirtschaft und Gestaltung.

Rund 5.000 Kommilitoninnen und Kommilitonen lernen theoretische Grundlagen und auch gleich die Anwendung ihres Wissens. Denn als Hochschule für Angewandte Wissenschaften nimmt die HTWG den Praxisbezug ernst: Du arbeitest hier wie im echten Leben interdisziplinär mit anderen Studiengängen zusammen, mit Unternehmen und Organisationen in Stadt
und Region – und eigentlich der ganzen Welt: Mehr als die Hälfte der HTWG-Studis verbringt dank der internationalen Kontakte der Hochschule einen Teil des Studiums im Ausland.

Übrigens wird am Seerhein auch forschend getüftelt: Manche neue Technologie ist schon in einem Labor der HTWG entwickelt worden. Also lass deinem Erfindergeist freien Lauf!

Hot Spot Strandbar

In der Mensa entscheidet ihr zwischen Tagesangebot und Wahlessen mit Blick auf den Rhein. Nach der Nahrungsaufnahme ab nach draußen in die Strandbar: die Vorzeige-Location in Sachen Entspannung (allerdings nur im Sommer geöffnet). Kommilitonen treffen sich hier schon mittags auf einen Espresso – Liegestuhl im Sand und Sonnenschirm überm Kopf. Zum Relaxprogramm kommt Mitfiebern frei
Haus: Die Fahrradbrücke liegt in Sichtweite. Mutige stürzen sich dort zum Graus der Wasserschutzpolizei in den Rhein. Und das nicht erst mit der letzten Prüfung in der Tasche. Abends stoßt ihr zu DJ-Sound und Livebands an – die Strandbar verwandelt sich zum Hot Spot im Konstanzer Nachtleben.

Ab in die Hollywood-Schaukel

Nur wenige hundert Meter entfernt könnt ihr am Schänzle dem Lernstress entfliehen und für umme die Badematte ausrollen, das städtische Rheinstrandbad liegt schräg gegenüber, ist allerdings kostenpflichtig. Wasserscheue entspannen lieber in den Hollywoodschaukeln im Mensa-Eingangsbereich oder verbrennen Kalorien beim zünftigen Rundlauf mit Studierenden und Bediensteten um die Tischtennisplatte beim Informatiker-Gebäude.

Live aus dem Schlachthof

Ein paar Schritte weiter steht die Bibliothek mit kurioser Historie: Im Bibliotheksindex BIX wiederholt als beste Fachhochschulbib gelistet, diente der Bau noch vor 20 Jahren als Schlachthof – parallel zum Campusleben. Nicht zuletzt Studentenproteste machten dem ein Ende.

Heutzutage gehts viel harmonischer zu: Gegenüber probt im Keller (Raum FK 11) das Sound Orchester Schlachthof – SOS. Musikmachen lohnt sich an der HTWG! Das Mitwirken in der Big Band wie auch bei anderen Campus-Aktivitäten (zum Beispiel dem Internetfernsehen „Fischersbraut“, dem Hochschultheater „EventProduktion“ oder dem ökologischen Fahrzeugprojekt „ECON“) kann als Studienleistung anerkannt werden, wenn sie zum Studium generale gehören.

Das Studium generale soll euch eine fächerübergreifende Ergänzung zum Studium bieten, womit ihr über den Tellerrand eurer Fakultät blicken und interessante Leute der anderen HTWG-Fakultäten kennen lernen könnt.

 

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Umzug mit Sack und Pack und einem ganzen Haus? HTWG-Studis haben ein Haus entworfen, aufgebaut, abgebaut, eingepackt, in Madrid wieder aufgebaut, dort bei der Solarhausweltmeisterschaft in Madrid einen glänzenden vierten Platz belegt, das Haus wieder abgebaut, eingepackt und nach Konstanz zurück gebracht.

Das „ECOLAR-Home“ ist nachhaltig bis in die kleinste Ritze: Ein Nullenergiehaus, das bei passendem Wetter mehr Energie produziert, als seine Bewohner verbrauchen. Ökonomisch, ökologisch, solar und modular ist das Prinzip – und das passende Motto: „Ändert sich dein Leben, ändert sich Dein Haus“.

Wieder aufgebaut auf dem HTWG-Campus vereint es als „Ecolab“ Lehre und Forschung unter seinem Dach.

Bitte Ruhe?

Studieren, relaxen, experimentieren – der Campus hat ein Eigenleben. Das hört man spätestens, wenn die zahlreichen Mitglieder des Bodensee Racing Teams mit ihrem Wissen Ernst machen und die selbstgebauten Rennmaschinen anwerfen, um fürs nächste Rennen zu trainieren. Dann weiß man auch in Präsidium und Verwaltung: jetzt besser die Fenster schließen. Ruhiger wird es wieder, wenn das BRT-Team mit dem selbstgebauten Boliden auf die Strecke geht – bei den internationalen Rennen der Formula Student.

Ahoi mit Sonne und Wind!

Wer in der Bib mit Blick auf den Seerhein sitzt, kann die Solgenia vor Anker liegen sehen. Das von Studenten der Elektrotechnik und Informationstechnik mitentwickelte Boot kombiniert Brennstoffzellentechnik, Photovoltaik und Wasserstofftechnologie. Der Technologiemix macht das Boot weltweit einzigartig. Im Rahmen ausgeschriebener Projektarbeiten könnt ihr mit einsteigen.

Wer weniger auf Sonnen- als auf Windkraft setzt, ist auf dem HTWG-eigenen Segelschiff willkommen. Im Sommer gibt es fast täglich Segelkurse auf der „X-Presso“. Unter uns: So günstig kommt ihr wohl nie mehr zum Bodenseeschifferpatent!

Steighilfen für die Karriereleiter

Ihr kommt an die HTWG, um etwas zu lernen – nicht nur fürs Leben, sondern auch für euren zukünftigen Job. Dass das sehr gut klappt, zeigt die Statistik: Nahezu alle Absolventen finden innerhalb von sechs Monaten nach ihrem Abschluss einen Einstieg in den Beruf.

Das Geheimnis heißt: Praxisbezug. Ihr lernt von Anfang an, Gelerntes anzuwenden, in Laborübungen und Projekten und in einem Praxissemester im Echtbetrieb. Nicht erst während dieses Semesters knüpft ihr Kontakte zu möglichen Arbeitgebern. Firmen präsentieren sich regelmäßig bei Messen auf dem HTWG-Campus und suchen über Fachvorträge den Kontakt zu euch.

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